Letztens in einer Konferenz.

„Wir reden schon zu lange darüber, um nichts draus zu machen.“

Sagte – was eigentlich keine Rolle spielt, aber witzig ist, weil ich bei ihm immer an Rupert Grint in zehn Jahren denken muss – Kollege Rothaarbart und meinte damit unsere journalistische Arbeit. Was für eine Verschwendung! Das ist doch bitte der perfekte Satz, um in etwa alle Beziehungsprobleme zu lösen. Also eigentlich, um aus Problemen erst Beziehungsprobleme zu machen. So simpel. Warum ich Beziehungsexperte das nicht schon vor Jahren selbst herausgefunden habe. Wahrscheinlich hatte ich alle Hände voll zu tun, um meinen Jammerpegel auf einem angemessenen Stand zu halten.

Wenn uns diese Sache zwischen uns so intensiv beschäftigt, wir schon stunden-, tagelang beraten, was wir tun sollen, dann sieht man doch wohl, wie viel sie uns bedeutet. Dann wäre es eigentlich gar nicht fair zu entscheiden, alles bleiben zu lassen, getrennte Wege zu gehen und seine Energien wieder auf etwas anderes zu konzentrieren. So. Und dasselbe sollte dann im Übrigen auch für Zwickmühlen wenige Stufen unterhalb der obligatorischen Beziehungsfrage gelten. Machen statt lassen. (Ja, ich arbeite eng mit dem Dichter der Freiheitlichen Partei Österreichs zusammen.)