Während meiner fast alltäglichen Runden durch die Nachbarschaft in mehr als hautengen Sporthosen – die allerdings unglaublich bequem sind; ich wünschte, ich könnte diese zweite, atmungsaktive Haut immer tragen und dabei gut aussehen – sortiere ich mittlerweile gedanklich meinen Kleiderschrank. Auf der einen Seite Dinge, die unbedingt mit ins bayrische Loft müssen. Und dann die Dinge, die eigentlich auch mit müssen, die sich platzmäßig aber wohl eher ungut ausgehen würden. Es scheint, als hätte ich doch ein klein wenig gelernt aus meiner Packereiplagerei rund um Oslo.

Und gelernt habe ich noch etwas, man lese und staune. Die Menschen, denen ich so sehr am Herzen liege wie sie an meinem, bleiben wirklich die Menschen, mit denen man innig verbunden ist und deren Namen auf einem schrillenden Telefon aufleuchten, sobald man nach Monaten der Abwesenheit wieder österreichischen, mobilfunknetzgleichen Boden betritt. Ich wage sogar zu behaupten, dass sich die Anzahl meiner Lieben vor und nach dieser Abreise beziehungsweise nach dieser Heimkehr die Waage hält. Während meines norwegischen Exils wurde ja kräftig und zurecht ausgesiebt. Nur die Stärksten überleben. Das war schon immer so.

Two girls holding hands

(via)

Neu wird hingegen sein, dass ich seit Jahren erstmals ohne den engsten Vertrauten auskommen muss. Weswegen es sich wohl auch so anfühlt, als ob ich in Deutschland völlig alleine sein werde. Was ich natürlich nicht bin. Es gibt dort tatsächlich Personen (abgesehen von allen Einwohnern im Allgemeinen), die ich kenne und schätze (Die Mannschaft des FCB zum Beispiel.), oder nur kenne. Aber eben nicht den Mensch, dem ich die Zimmertür einrenne, egal was gerade passiert ist. Und ich will jetzt nicht den typischen Aufbauspruch „Es gibt ja Internet.“ hören. Das Internet ist für mich kein Ersatz. Für nichts.