Nie wieder ziehe ich für ein halbes Jahr weg und bin dabei nicht mindestens im Besitz eines Lastkraftwagens. Der letzte Tag und das fertige Gepäck steht auf einem voller Liebe gereinigten Boden. Soweit ist alles einigermaßen gut gegangen. Eigentlich nicht, weil ich einen kleinen Nervenzusammenbruch hatte, in dessen Verlauf ich kurz davor war, irgendetwas in die Luft zu jagen. Und beim Gedanken daran, den etwa dreihundert Kilo schweren Koffer morgen quer durch die Stadt und zum Flughafen zu schleppen, kommen meine Explosionsgelüste wieder. Warum muss bitte immer alles so schwer sein? (Im wahrsten Sinne des Wortes. Haha. Galgenhumor.) Zumindest habe ich im Putzstress und beim Sachen-Schlichten ganz vergessen, dass ich ab morgen kein Eis mehr am Hafen essen kann und für lange Zeit nicht mehr durch die gute Karl Johans gate spazieren werde, um mir seltsame Menschen und das Drumkid anzuschauen. Ach, ich werde Oslo vermissen. Besonders während jo.ko und ich später das letzte, viel zu teure Bier schlürfen und auf ein leeres Zimmer starren.


Oh, Norwegen.