Drei Tage, der Putz- und Packplan steht, die Nahrungsmittel werden weniger, aber nicht mehr neu aufgefüllt, die im Zimmer verstreuten Haufen an Zeitschriften und Kleinkram landen zu einem großen Teil im Mülleimer, der letzte Film wird verschossen und die Recherche zum Thema „Fliegen bei Regen“ ist abgeschlossen.
Des weiteren habe ich mich heute bei einem allerletzten Koffeinmarathon in meinem Osloer Stammcafé von meinem Lieblingsnorweger verabschiedet, dessen fünfminütige Umarmung mich dann doch wehmütig und traurig und fast ein wenig tränig gemacht hat. Mich aber zum Beispiel auch an den schrecklichen Tag vor meiner Abreise aus Graz erinnert hat, als ich mich dort von den mir (damals) so wichtigen Menschen trennen musste und mir nicht einmal annähernd vorstellen konnte, wie ich fünf Monate ohne sie überstehen soll. Etwa einhundertfünfzig Tage später weiß ich drauf noch immer keine Antwort, benötige sie auch nicht mehr, glaube aber, ein kleines bisschen hat der Lieblingsnorweger bei der Ablenkung geholfen.


Oh, Thomas.