Steyrergasse Graz

In genau zwei Monaten bin ich seit mittlerweile mehr als fünf Stunden wieder zuhause. Und verläuft alles nach Plan, stapeln sich dann bereits die leeren Dosen in unserer Wohnung, mein Zimmer ist das reinste Chaos und bevor ich meine Lieblingslokale abklappere, wird die Anlage auf Anschlag gedreht, weil ich einen vernünftigen Radio in all der norwegischen Zeit sehr vermisst habe.
Von diesen sehr ausgereiften Plänen gibt es übrigens noch mehr; vor lauter Vorfreude auf Graz kann ich nicht mehr aufhören, mir solche und andere Dinge zu notieren. Zumindest gedanklich. Obwohl die richtig wichtigen Sachen schreibe ich mir schon auf, eine Wurstsemmel an der Feinkost zu holen, zum Beispiel.
Und natürlich denke ich, wenn ich mir meinen Sommer entwerfe, auch an den Abschied von all den Menschen und Orten hier, aber es ist seltsam: Noch macht mich das nicht nervös, sentimental, ängstlich, wasauchimmer. Ich bin aber auch gerade mittendrin – zwischen weg von Oslo und zurück nach Graz – zeitlich, meine ich. Deshalb überwiegt wohl noch keine Seite. Aber wartet noch vier Wochen, wir sehen uns an der selben Stelle, wahrscheinlich völlig aufgelöst, wieder.