NRK

Kurz vor acht Uhr früh bin ich aus dem Bett gekrochen – so früh wie schon sehr lange, lange nicht mehr – um mich grauen Wolken und eisigem Wind zu stellen, mir aber vor allem auch den Weg zum norwegischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen durch Menschenmassen in der U-Bahn zu erkämpfen. Und das alles an einem freien !! Tag für ein kleines Assignment – Ich bin ja noch immer fleißig am Studieren. – das, wie es derzeit aussieht, aus fast ungläubigem Lob für NRK, und leider viel zu leicht fallender Kritik am ORF bestehen wird.
Wir Österreicher können uns das nämlich gar nicht vorstellen, aber das staatliche Fernsehen findet man hier in Norwegen super, man ist zufrieden damit und sogar die Journalisten, die sich in der Redaktion tagtäglich den Kopf über mögliche Beiträge zerbrechen, finden das, was sie tun und produzieren und ihre Vorgesetzten, richtig gut. Insofern habe ich mich wie in einer Phantasiewelt gefühlt; die Chefin der TV-Nachrichten (und der wichtigsten Nachrichtensendung namens „Dagsrevyen“ – das Tagesrevue, vergleichbar mit unserer ZiB) ist mehr als sympathisch, überaus kompetent und überreicht mir bei einem ungezwungenen Tratsch in ihrem Büro ein Geschenk. Die Angestellten sind gut gelaunt und betonen in den Interviews mit mir immer wieder, dass sie ihren Job bis auf Kleinigkeiten toll finden, sind zudem hilfsbereit und wollen mich nicht eher gehen lassen, bis ich alles gesehen und gehört habe und von jedem mindestens eine Telefonnumer eingespeichert. Die Organisation ist einwandfrei; als ich um neun Uhr am Sender ankomme, werde ich prompt abgeholt und registriert, bekomme ein eigenes Kärtchen und werden allen vornamentlich vorgestellt.
Ich sage ja, unvorstellbar.

Fruits at NRK

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