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Ich freue mich auf Oslo.
Und dann fällt mir einer der wenigen negativen Aspekte an meinem Umzug ein. Oder ich werde daran erinnert, weil jemand in einem Nebensatz erwähnt, dass ich nicht hier sein werde. In solchen Momenten habe ich mir angewöhnt, meinen Wehmut zu bekämpfen, indem ich mir Bilder von all den Dingen vorstelle, die in Norwegen auf mich warten. Fähren, die ich mit einer Kapitänsmütze am Kopf steuere, weil ich den Bootsführerschein nach rekordverdächtigen drei Tagen im Land bestanden habe. Schnee unter, auf, über, neben mir. Aksel Lund Svindal, in dessen Appartement ich wohl Mitte Februar einziehen werde. Musik, die ich erst in unzähligen Nächten auf unzähligen Konzerten entdecken muss, kann, darf. Elchfleisch.
Zwar fühle ich mich bei diesen Gedanken besser, aber noch weit entfernt von gleichgültig. Immerhin weiß ich nach der Bildergalerie im Kopf wieder ganz sicher, dass meine Entscheidung richtig ist. Ist sie nämlich wirklich. Auch wenn ich jetzt wenig, in einem Monat mehr zweifeln werde, und manche Menschen es mir nicht leicht machen.